Projekt "Was weißt denn du von Afrika?"

„Was weißt denn du von Afrika?“  

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Dieser Frage wollten wir im Lauf des durch das Land M-V geförderten Kleinprojektes nachgehen - Laufzeit der Maßnahme: 15.01.2016 bis 14.01.2017

Das Projekt wurde durch die Mitglieder des Vereins von Anfang an mit großen Engagement und viel Energie umgesetzt.

 

Begonnen haben wir in der Bertolt-Brecht-Schule. 

Hier wurden gemeinsam mit den Jugendlichen einer siebenten Klasse fünf Workshops zu verschiedenen Themen umgesetzt.

In Zusammenarbeit mit andern Vereinen und Initiativen sowie über die Flyer haben wir weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewonnen und weitere 17 Workshops außerhalb der Schule organisiert und durchgeführt.

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Dabei arbeiteten wir mit verschiedenen Partnern zusammen. Für die Mehrheit der Workshops konnten wir einen Raum oder mehrere Räume bei der RAA in der Dr.-Külz-Straße 3 nutzen.

Zwei Veranstaltungen haben wir in Zusammenarbeit mit dem Theater umgesetzt. Die Jugendlichen konnten einmal bei der Probe zur Oper „AIDA“ im Rahmen des Sommer-Open-Airs auf dem Alten Garten zusehen und zuhören. Im Anschluss wurde über die Oper gesprochen und über den Hintergrund der Komposition, der Eröffnung des Suez-Kanals.

Im Flotow-Saal des Staatstheaters haben wir mit dem bekannten Schauspieler Jochen Fahr eine Buchlesung zu Jenny Erpenbecks Roman „Gehen-Ging-Gegangen“ organisiert. Insgesamt 32 Interessierte haben zugehört und anschließend diskutiert.

Für weitere Workshops haben wir dann Räume des Vereins Wissen e. V. nutzen dürfen, wo wir in der gut ausgestatteten Küche gemeinsam mit Teilnehmer/innen erste Schritte in der afrikanischen Kochkunst gehen konnten. Denn, bei der Umsetzung des Projektes haben wir folgende Erfahrungen gemacht: Die strenge Trennung der Themen nach Geschichte, Kultur, Esskultur … ließ sich schlecht aufrechterhalten. Durch Fragen und in der Diskussion vermischen sich die Themen automatisch. Weiter haben wir die Erfahrung gemacht, dass diejenigen Veranstaltungen besser nachgefragt wurden, auf denen auch afrikanisches Essen gekocht oder zumindest verkostet werden konnte. Um erfolgreicher zu sein und möglichst viele Menschen zu erreichen, haben wir das Projekt in diesen Punkten angepasst und öfter afrikanische Speisen bei den Workshops angeboten. Insgesamt haben wir 22 Veranstaltungen durchgeführt an denen zwischen 9 und 32 Gäste teilnahmen.

Die einheimischen Menschen, die unsere Workshops besuchten, konnten von hierlebenden Menschen aus Togo, Ruanda, Kamerun und Niger sowie von Gästen des Vereins Informationen aus „erster Hand“ über die Themen erhalten. Unterstützt wurden sie von einheimischen ehrenamtlichen Mitgliedern, von denen einige über „Afrika-Erfahrungen“ verfügen, wie z. B. Marie Wiesner – sie hat beim Aufbau eines Waisenhauses in Uganda mitgearbeitet, Dr. Rohn hat viele Jahre als Arzt in Westafrika praktiziert, Ute Wagner war bereits in Togo aktiv.

Der direkte Dialog während der verschiedenen Aktivitäten innerhalb des Projektes ermöglichte den zwanglosen Austausch von Informationen so z. B. über Lebensbedingungen, über das Zusammenleben innerhalb der Familien, über die Musik, die Ernährung aber auch über Fluchtursachen in Afrika. Bei den Gesprächen ging es aber nicht allein darum, über die Menschen in Westafrika zu informieren, es ging auch darum, über die Menschen mit afrikanischen Wurzeln hier in Schwerin und Umgebung zu informieren. Fluchtursachen, Flucht und Gestaltung des Lebens hier in M-V - viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Workshop haben die Berichte intensiv verfolgt und auch nachgefragt.